1 zu 0! Team BonnRhöndorf gewinnt Playoff-Auftakt gegen Ulm
Foto: Jiri Papez
Im ersten Playoff-Spiel hat das JBBL-Team BonnRhöndorf mit 88:79 (24:21, 26:16, 21:22, 17:20) gegen die ratiopharm akademie Ulm gewonnen. Vor knapp 250 Zuschauern und den Augen der Baskets-Profis Thomas Kennedy, Sam Griesel, Till Pape, Jonathan Bähre und Janne Müller setzte sich das U16-Bundesligateam im Baskets Ausbildungszentrum dank einer mannschaftlich geschlossenen Leistung verdient durch. Damit führt das Team BonnRhöndorf in der "Best-of-three"-Serie mit 1:0 und benötigt nur noch einen weiteren Sieg für den Einzug ins Achtelfinale. Das zweite Spiel findet am kommenden Freitag (21.03.) in Ulm statt. Ein möglicherweise entscheidendes drittes Spiel würde am Sonntag (23.03.) wieder in Bonn stattfinden.
Das Team BonnRhöndorf startete solide in das erste Playoff-Duell gegen Ulm und war besonders aus der Distanz von Beginn an gefährlich. Tom Viehöfer versenkte seine ersten beiden Dreier für die frühe Führung der Hausherren (6:2, 2. Minute). Die Gäste hingegen versuchten, auf beiden Seiten des Feldes ihre Größenvorteile auszuspielen. Der Weg zum Korb wurde meist gut versperrt und vorne punkteten die Ulmer zunächst ausschließlich in Korbnähe (8:10, 4.). Die BonnRhöndorfer Antwort: Der nächste erfolgreiche Dreier, diesmal durch den stark spielenden Oliver Papez (11:10, 6.). Doch allgemein leisteten alle Spieler der Hausherren in ihren Minuten wichtige Beiträge für eine gute Teamleistung. Sei es Gabriel Schröer, der defensiv die besten Ulmer an die Kette legte, David Schwarz, der mit insgesamt 13 Punkten, neun Assists, fünf Rebounds und sechs Steals überall auf dem Parkett aktiv war oder der kürzlich für die U15-Nationalmannschaft nominierte Finn Wohlert, der pfeilschnell nach vorne sprintete und dadurch einfache Punkte im Schnellangriff erzielte. So wurden auch die frühen Foulprobleme der Leistungsträger Malik Idbihi, Tom Viehöfer, Magnus Tenzer und Felix Gerhardus abgefedert (24:21, 10.).
Durch viele schnelle Wechsel hielt das Team BonnRhöndorf die Intensität oben und kam im zweiten Viertel erstmals so richtig ins Laufen. Immer wieder forcierten die Gastgeber Ballverluste der Ulmer, die sie durch gutes Umschaltspiel in einfache Punkte ummünzten. Die Folge war die erste zweistellige Führung der Partie (43:32, 18.). Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung sogar schon 15 Zähler (50:35, 19.), mit einer 13-Punkte-Führung ging es in die Halbzeitpause (50:37, 20.).
Nach dem Seitenwechsel kontrollierte das Team BonnRhöndorf weiterhin das Geschehen und sorgte zu Beginn des dritten Viertels für den höchsten Vorsprung des Spiels (58:42, 23.). Während Ulm immer häufiger durch Eins-gegen-Eins-Aktionen Abschlüsse suchte, lief der Ball auf BonnRhöndorfer Seite meist besser durch mehrere Hände, bevor es zum gut herausgespielten Wurf kam. Mit einem krachenden Fastbreak-Dunking sorgte Magnus Tenzer für das spektakulärste Highlight des Spiels, welches auch Sam Griesel, Thomas Kennedy und Co. aus den Sitzen riss (64:49, 26.). Trotzdem gewannen die Gäste den dritten Spielabschnitt hauchdünn (71:59, 30.).
Auch im letzten Viertel ließen sich die Ulmer nicht endgültig abschütteln. So drückten sie den Rückstand zwischenzeitlich nochmal in den einstelligen Bereich (75:67, 35.), doch BonnRhöndorf hatte durch drei Dreier von Georg Böhnke, Tom Viehöfer und Malik Idbihi die wichtige letzte Antwort parat (86:73, 38.). Mit 88:79 gewann das Team BonnRhöndorf das erste
Spiel des Sechzehntelfinals gegen Ulm am Ende verdient. Zusätzlich zu den knapp 250 Zuschauern im Baskets Ausbildungszentrum zeugten auch rund 500 Zuschauer im Livestream auf sporttotal.tv und in der Baskets-App von einem großen Interesse am Playoff-Auftakt der U16-Bundesliga.
Das zweite Spiel wird am kommenden Freitag (21.03. – 19:15 Uhr) in Ulm ausgetragen. Ein möglicherweise entscheidendes drittes Spiel würde am Sonntag (23.03.) wieder in Bonn stattfinden.
Stimme zum Spiel
Tom Becker (JBBL-Headcoach Team BonnRhöndorf): „Wir sind sehr froh, dass wir diesen Sieg geholt haben. Aber es ist ganz wichtig für uns, dass wir uns jetzt nicht zu sehr freuen. Es ist der erste Sieg in dieser Serie, aber wir müssen einen zweiten Sieg holen und wollen das Ding am Freitag in Ulm zumachen. Ich bin wirklich stolz auf das Team, weil wir unseren Basketball gespielt haben und ich denke, dass das am Ende den Unterschied gemacht hat, da wir einfach viele Fastbreak-Punkte gesammelt haben. Wir haben schnell attackiert, viel den Ball bewegt und uns dadurch Vorteile kreiert. Und auch trotz schwieriger Phasen und Foulproblemen hatten wir eigentlich in jeder Phase des Spiels eine. Daher hatten wir auch das permanente Vertrauen in unsere Spieler und brauchten keine einzige Auszeit. Das hat mich sehr gefreut. Ein Sonderlob geht von mir an David Schwarz, der insgesamt ein sehr starkes Spiel in allen Aspekten des Spiels gemacht hat und dadurch viele Vorteile generiert hat und ein zweites sonderlob geht an Gabriel Schröer, der über seine gesamte Spielzeit sehr, sehr gut verteidigt hat und kaum Gegenpunkte zugelassen hat. Am Dienstag geht es weiter mit dem Training, in dem wir vielleicht ein, zwei Kleinigkeiten anpassen, um dann in Ulm am Freitag genauso bereit in das Spiel zu starten und das Achtelfinale perfekt zu machen.“