Starke JBBL-Saison endet in den Playoffs gegen Ulm
Foto: Jörg Mäß
Die Saison für das Team BonnRhöndorf in der Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) ist beendet. Im entscheidenden dritten Playoff-Spiel gegen die starke ratiopharm akademie Ulm unterlag die Kooperationsmannschaft der Telekom Baskets Bonn, Dragons Rhöndorf und BG Bonn mit 79:85 (23:23, 15:12, 16:25, 25:25) und schied damit in der ersten Playoff-Runde um die deutsche U16-Meisterschaft aus. 325 Zuschauer kamen zum Entscheidungsspiel ins Baskets Ausbildungszentrum.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und emotional geführte Partie zwischen dem Team BonnRhöndorf und der ratiopharm akademie Ulm. Traf die eine Mannschaft, hatte die andere meist postwendend eine Antwort parat. Genauso verhielt es sich mit erfolgreichen Defensiv-Sequenzen. Block auf der einen Seite, Steal auf der anderen. Beide Mannschaften schenkten sich keinen Zentimeter. Folgerichtig ging es mit einem Unentschieden ins zweite Viertel (23:23, 10. Minute). Die Hausherren rührten defensiv nun Beton an und forcierten wie schon in den ersten beiden Begegnungen viele Ulmer Ballverluste bei deren Eins-gegen-Eins-Aktionen in Richtung Korb. Allerdings konnten die BonnRhöndorfer die Ballgewinne zu selten selbst in Zählbares ummünzen, um sich bedeutend abzusetzen. Während der hart geführten Begegnung kam es auch abseits des Parketts zu überflüssigen Auseinandersetzungen, die folgerichtig zu Hallenverweisungen führten. Auf dem Parkett kassierten die Ulmer zudem zwei technische Fouls. BonnRhöndorf führte kurz vor Ende der ersten Halbzeit mit fünf Punkten und hatten mit dem vermeintlich letzten Angriff sogar noch die Chance, den Vorsprung zu erhöhen (38:33, 20.). Der Angriff endete aber mit einem Ballverlust und die Gäste verkürzten sogar noch per Buzzer Beater auf drei Zähler Rückstand (38:35, 20.).
Bevor die zweite Halbzeit startete, füllte sich das Baskets Ausbildungszentrum nochmal merklich, sodass mittlerweile 325 Zuschauer gezählt wurden. Diese sahen nun, wie die Führung mehrere Male hin und her wechselte und beide Mannschaften auch schwierige und enorm wichtige Würfe trafen. Am Ende des dritten Viertels hatten die Ulmer ein paar mehr dieser „Big Shots“ im Korb versenkt und die Gastgeber lagen vor den letzten zehn Minuten mit sechs Punkten zurück (54:60, 30.). Im Schlussviertel erkämpften sich die Hausherren immer wieder Möglichkeiten, das Spiel auszugleichen oder gar in Führung zu gehen, konnten diese aber nicht nutzen. Auch von der Freiwurflinie blieben nun zu viele Chancen ungenutzt. Insgesamt traf das Team BonnRhöndorf nur 69,4 Prozent seiner Freiwürfe (25/36). Vier Minuten vor Schluss war die Partie aber weiterhin komplett offen (71:73, 36.). Ein Ulmer 8:2-Lauf nach einem technischen Foul der Gastgeber sorgte aber schließlich für die Vorentscheidung (72:81, 39.). Zwar kämpfte das Team BonnRhöndorf aufopferungsvoll bis zur letzten Sekunde und hatte auch noch mehrmals die Chance, das Spiel wieder zu einem „One-Possession-Game“ zu machen, doch alle letzten Anstrengungen und Wurfversuche blieben am Ende ohne Erfolg. Das Team BonnRhöndorf verlor mit 79:85 und schied damit aus den Playoffs gegen starke Ulmer Gegner aus, die sich nach Spielende teilweise noch zu sehr mit dem Bonner Publikum anstatt dem eigenen Erfolg beschäftigt haben.
Stimme zum Spiel
Tom Becker (JBBL-Headcoach Team BonnRhöndorf): „Ich denke es war eine sehr ausgeglichene und sehr hochklassige Serie. Wir hatten einfach viel Pech, dass wir jetzt in der ersten Runde direkt auf Ulm getroffen sind, die einfach individuell und körperlich ein sehr, sehr gutes Team sind und die dann auch als Team eine Reaktion nach dem ersten Spiel gezeigt haben und deutlich besser in Spiel zwei und drei gespielt haben. Ich bin nichtsdestotrotz stolz auf mein Team. Wir haben in jeder Sekunde gekämpft und hatten so offene Spiele. Im zweiten Spiel gab es einen großen Ulmer Lauf und ansonsten war das Spiel ausgeglichen. Und auch gestern war es eigentlich nur eine kurze Phase, wo Ulm ein bisschen mehr am Drücker war. Unsere offensive Leistung aus der Saison konnten wir leider nicht mit in die Playoffs nehmen und das ist natürlich sehr schade, dass wir da vor allem unsere Wurfquoten nicht aufrechthalten konnten.
Allgemein ist es wichtig zu sagen, dass Ausscheiden in der ersten Runde nichts an der Sicht auf die Saison ändert. Natürlich hätten wir gerne noch weitere Playoff-Serien gespielt, die jetzt als weitere wichtige Erfahrung fehlen, aber wir hatten viele gut gemeinsame Wochenenden zusammen. Die Jungs haben super harmoniert und sich sehr gut verstanden. Ich habe das Gefühl, viele haben einen Schritt nach vorne gemacht. Insgesamt haben wir einfach eine geile Saison gespielt und hatten alle an vielen Stellen sehr viel Spaß zusammen und das ist ja auch mit das Wichtigste und das wurde auf jeden Fall erfüllt. Als Coach ist es glaube ich immer so das Schlimmste, die Jungs mit Tränen in den Augen zu sehen oder die Enttäuschung zu sehen. Jetzt gerade natürlich insbesondere bei den 2009ern, für die das nun das letzte JBBL-Spiel war. Aber ich hoffe, dass sie in den nächsten Jahren in der NBBL weitere Chancen auf Erfolg in den Playoffs haben oder sich in die A-Division kämpfen.“